Lebenszyklusabdeckung
Ein Pass.
11 Lebenszyklusphasen.
Ein Digitaler Produktpass ist nur dann wertvoll, wenn er das Produkt vom ersten Material bis zum letzten Rückgewinnungsschritt begleitet. tap2.cloud verbindet jeden Akteur entlang der gesamten Wertschöpfungskette mit einem persistenten, auditierbaren Datenstrang.
Die 11 Stufen, in denen DPP-Daten erstellt, angereichert oder genutzt werden
Rohstoffgewinnung
Ursprungsdeklaration
Minenbetreiber, Schmelzwerke und Primärverarbeiter deklarieren Materialursprung, Gewinnungsmethode und Stoffzusammensetzung. Kritische Mineralien (Lithium, Kobalt, Nickel) erfordern Sorgfaltspflicht-Dokumentation gemäß ESPR und Batterieverordnung.
Materialverarbeitung
Stoffverfolgung
Chemische Verarbeitung, Legieren und Materialaufbereitung führen regulierte Stoffe ein oder transformieren diese. REACH-SVHC-Deklarationen, RoHS-Konformität und Verarbeitungszusatz-Offenlegungen werden in dieser Phase erfasst.
Komponentenfertigung
Komponenten-DPPs
Tier-2- und Tier-3-Lieferanten erstellen Komponenten-Pässe, die später in übergeordnete Produkt-DPPs eingebunden werden. Stücklistenstruktur, Massendaten und technische Spezifikationen werden in dieser Phase festgelegt.
Produktmontage
Pass-Aggregation
Der Hersteller aggregiert Komponenten-DPPs zum fertigen Produktpass. Reparierbarkeits-Scores, Montage-Zertifizierungen (CE, Typgenehmigung) und Energieleistungsdaten werden hinzugefügt. Der DPP wird zum einzigen maßgeblichen Datensatz.
Qualität & Konformität
Drittanbieter-Bescheinigung
Notifizierte Stellen und akkreditierte Prüflabore signieren den DPP nach der Konformitätsbewertung digital. Die signierte Bescheinigung wird mit einem kryptografischen Zeitstempel im Pass verankert — nicht rückwirkend veränderbar.
Logistik & Vertrieb
QR-Code-Ausgabe
QR-Codes und NFC-Tag-Nutzlasten werden generiert und physisch auf Produkt oder Verpackung aufgebracht. Der DPP wird in der Registry veröffentlicht. Ab diesem Zeitpunkt kann jeder mit einem Scanner den Pass in Echtzeit verifizieren.
Handel & Marktüberwachung
Regulatorischer Zugangspunkt
Einzelhändler prüfen das Vorhandensein eines DPP, bevor Produkte auf EU-Regale kommen. Marktüberwachungsbehörden nutzen das Behörden-Dashboard zur Lückenerkennung. Zollbehörden verifizieren Drittland-Importe mit DPP-Daten.
Verbrauchernutzung
Öffentlicher DPP-Zugang
Verbraucher scannen den QR-Code, um Nachhaltigkeitsdaten, Materialien, Pflegehinweise und Reparierbarkeit in ihrer Sprache zu sehen. Die öffentliche Ansicht zeigt nur regulatorisch mandatierte Informationen — keine vertraulichen Lieferkettendaten.
Reparatur & Aufarbeitung
Servicedaten-Zugang
Autorisierte Reparateure greifen auf technische Spezifikationen, Ersatzteillisten und Demontageanweisungen aus dem DPP zu. Reparaturereignisse werden zurück in den Pass geloggt und bauen eine Live-Servicehistorie auf.
Sammlung & Sortierung
Abfallstrom-Identifikation
Sammelstellen scannen Produkte zur Materialzusammensetzungsidentifikation vor der Sortierung. Der DPP leitet zur korrekten Abfallstrom-Zuweisung an und markiert gefährliche Stoffstandorte für die sichere Handhabung.
Recycling & Rückgewinnung
Kreislaufwirtschafts-Abschluss
Recycler greifen über die Recycler-API auf den vollständigen technischen DPP zu, um die Materialrückgewinnung zu optimieren. Batterie-Recycler erhalten Zellchemie-, Kapazitäts- und State-of-Health-Daten, um Lithium-, Kobalt- und Nickelausbeuten zu maximieren. Rückgewonnene Material-Ursprungsdaten fließen in den nächsten Produktzyklus zurück.
Jeder Akteur. Ein Strang.
Der DPP verbindet alle Wertschöpfungskettenakteure durch einen einzigen persistenten Datensatz
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